Friday, 18th September, 4–6 pm: PROTAGON CULTURAL GROUNDS, Orber Straße 57, 60386 Frankfurt
Saturday, 19th September, 2–5 pm: PROTAGON CULTURAL GROUNDS, Orber Straße 57, 60386 Frankfurt
Das diesjährige Symposium des Internationalen Frauen*Theaterfestivals 2026 widmet sich feministischer Demokratie in Kunst, Theater, Aktivismus und Wissenschaft. Dabei sehen wir Demokratie als ein Versprechen und eine Hoffnung: Sie ist ein Versprechen, dass diejenigen, die von einer Entscheidung betroffen sind, das Recht haben, gleichermaßen an deren Entstehung mitzuwirken, ungeachtet ihrer Unterschiede und Hintergründe. Sie ist die Hoffnung, dass in einer demokratischen Gesellschaft Konflikte friedlich gelöst werden und dass Freiheit, Gleichheit und Solidarität als Leitlinien für das Zusammenleben fungieren.
Internationale und lokale Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen sind eingeladen, ihre Erfahrungen, Methoden und Perspektiven zu teilen und in den Dialog zu bringen. Wir fragen insbesondere, wie feministische demokratische Praxen in Kunst, Wissenschaft und Aktivismus gestaltet sein können, wie sie in und durch unsere Körper wirken und wie sich unterschiedliche Praxen gegenseitig inspirieren können. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Sichtbarkeit von BIPoC-Frauen* und anderen marginalisierten Gruppen auf und hinter der Bühne, in Aktivismus und Wissenschaft.
Wir suchen, wie schon in den letzten Jahren, nach Wegen, das patriarchale, eurozentrische Narrativ des Theatermachens zu verändern, indem wir auf eine Vielzahl feministischer Stimmen eingehen und auf kollektive Weise solidarische Verbindungen herstellen. Ein Fokus liegt dabei auf dem Austausch verschiedener Generationen über Erfahrungen mit der Bühne als performativem Raum für eine antirassistische, queer_feministische und demokratische Gesellschaftsutopie.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragestellungen:
- Was bedeutet feministische Demokratie für uns? Wie verkörpert sie sich in unseren Praxen?
- Welche Herausforderungen und Ambivalenzen erleben wir, wenn wir danach streben, feministische demokratische Praxen in unserer Arbeit zu etablieren?
- Unterscheiden sich feministische demokratische Praxen in Wissenschaft, Aktivismus und Kunst? Welche Kontexte hemmen und welche ermöglichen feministische demokratische Praxis?
- Was können wir voneinander über feministische demokratische Praxen lernen? Wie können wir voneinander lernen?
- Welche Erfahrungen und welches Wissen bringen kolonisierte, vergeschlechtlichte und rassialisierte Körper sowie intergenerationale Perspektiven in feministische demokratische Praxen ein?
Über zwei Tage hinweg werden Podiumsgespräche, Vorträge, interaktive Workshops und Performances stattfinden.
Am ersten Tag fragen wir nach der Gestaltung feministischer demokratischer Praxen, insbesondere im Kontext von KI und dem Aufstieg antidemokratischer und antifeministischer Kräfte. Am zweiten Tag legen wir den Fokus auf Praktiken der Sorge und der Solidarität.
Programm
Freitag, der 18.09.2026
| 16:00 | Welcome |
| Bárbara Luci Carvalho (Artistic Direction – IF*TF | Protagon e.V. ) und Johanna Leinius (scientific coordinator of the Cornelia Goethe Center) | |
| 16:05 | Impulsvorträge von: |
| Johanna Leinius: Queer_feminist democracy and the rise of authoritarianism | |
| Melisa Tepeli, Amara Kurdischer Frauenrat | |
| 16:30 | Austausch in Kleingruppen |
| 16:45 | Impulsvorträge von: |
| Nicol Rivera: Performative Research and Technofeminist Perspectives | |
| Paula Helm: Rendering Vulnerability: AI and the Infrastructures of Recognition | |
| Darbyn Luisa Kalkuhl: „The Unknown Flesh“ Welches Wissen generiert KI über Geschlechtervielfalt? | |
| 17:25 | Workdemonstration: Sandra Passini “The Taste of the Voice” |
| 17:30 | Q&A (Questions and Answers) |
| 18:00 | Verabschiedung |
Samstag, 20.09.2026
| 14:00 | Welcome |
| Bárbara Luci Carvalho (Artistic Direction – IF*TF | Protagon e.V. ) und Johanna Leinius (scientific coordinator of the Cornelia Goethe Center) | |
| 14:05 | Impulsvorträge von |
| Bárbara Luci Carvalho, künstlerische Leiterin des IF*TF, protagon e.V. | |
| Elisa Müller: Producing Parent-Friendly Content and Collaborating with Caregivers in the Performing Arts | |
| Helen Varley Jamieson, Theatermacherin, The Magdalena Project | |
| Franzy Deutscher und Annalena Maas: Intimitätskoordination auf der Bühne | |
| Prof. Dr. Silvana Carvalho: Nicht-hegemoniale Männlichkeiten und Fürsorgearbeit | |
| Regina Busch, Vorstand, La-Prof Hessen e.V. und Pro Quote Bühne e.V. | |
| Andrea Keppler, Frauen*- und Mädchen*kultursprecherin, Frauenreferat Stadt Frankfurt am Main | |
| 15:20 | Austausch in Kleingruppen und plenary debate |
| 16:50 | Working Demonstration: Margó Paciotti ”Light and Shadow” |
| 17:00 | Goodbye |
Der Eintritt ist frei und es ist keine vorherige Anmeldung nötig.
More information and program of the IF*TF can be found on the website of the festival.
